Die Szene findet statt in einem sakralen Gebäude. Der Ursprung des Raumes wurde aus der Eingangshalle des Petersdoms in Rom entnommen.
Das Erste, was ins Auge sticht, ist diese unpassende Situation, dass in diesem Umfeld sich Tiere befinden – Wölfe. Die Frage, die sich der Betrachter stellen wird ist klar: was machen die Tiere in dieser Umgebung? Was machen die da? Die sind da, die suchen, die jagen – jeder kann sich seine eigene Meinung bilden. Die Tatsache, dass sich in diesem Umfeld etwas befindet, das im allgemeinen Überzeugung als Gefahr bezeichnet wird, nämlich die Wölfe, diese Tatsache macht den Betrachter stutzig – was soll damit? Ich würde sagen – jeder kann selbst nach dieser Antwort suchen und seine eigene finden. Mein Gedanke dran war, dass jede Sache immer zwei Seiten hat. Es gibt nichts auf der Welt, das nur als Gut oder Böse bezeichnet werden kann. Diese Zweideutigkeit möchte ich in diesem Bild darstellen. Die Wölfe sind in der Kirche – sie sind einfach da, sie suchen etwas, sind noch nicht fündig geworden. Und da ist das Problem. Der Betrachter soll selbst entscheiden, wie er die Tiere einordnet – als etwas Gutes, etwas Bestialisches oder als Teil der Natur. Je nachdem wie man die Tiere einordnet, wird sich die Bedeutung des Bildes entschlüsseln. Da soll der Betrachter innehalten und sich selbst fragen: was sind die Wölfe in dem Bild? Sind sie gut? Sind sie Böse? Wenn sie böse sind – haben sie das Recht, dort zu sein? Wenn sie gut sind – ist die sakrale Umgebung die richtige?
Und das Rotkäppchen – es ist eine Person, die eine rote, purpurne Kappe trägt. Was kann man noch dazu sagen?
(Wer trägt purpurne Kappen normalerweise im Petersdom…?)