Frivole

Das Gemälde entstand anlässlich des 200. Oktoberfests in München und war im Gesamten als „Scherz“ gedacht.

Ich habe mich für eine Nachbildung von Kompositionen von „Tizian“ entschieden und brachte diese in die heutige Zeit und nach Bayern.

So ergießt sich der Göttervater Zeus nicht als Goldregen über seine begehrte „Danae“, sondern in Form der heutigen Währung, dem Euro. Zusätzlich wird seine bayerische Identität noch mit einem Lebkuchenherz , mit der Aufschrift „I hob di so narrisch gern“, ganz klar gestellt.

Der im Originalwerk in einer zweiten Version ebenfalls vorhandene Hund – im Mythos der Geschichte einer der wilden, die Danae bewachenden Hunde, wird kurzerhand in eine heutzutage sehr populäre Hunderasse verwandelt – wundert es noch, dass er dem Maskottchen der satirischen Münchner Zeitung „Simplizissimus“ (1896 – 1944) ähnelt?

Ich ging aber noch einen Schritt weiter und fügte noch eine weitere Figur aus Tizian‘s Original ein: „Amor“. Bei mir wird er als süßer Bayernjunge, der sich aber nicht dem Bildgeschehen, sondern dem Betrachter widmet, dargestellt.

Zur vollkommenen Abrundung der Szene passt das im Hintergrund ersichtliche Treiben am Oktoberfest.

Dieses Diptychon wurde absichtlich in unterschiedlichen Formaten gehalten „und passt so in keinen Rahmen“.

Durch das Bild und den Bildtitel „Frivole“ stelle ich zur Diskussion, ob die korrumpierende Macht des Geldes und die frivole Atmosphäre der gezeigten Festivität in Zusammenhang stehen.

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